Start

Mobile Devices finden immer öfter den Weg in den Unterricht und die Frage: Brauchen wir solche Geräte auch in unserer Schule? stellt sich immer öfter. Bevor es aber zum konkreten Kauf kommt, sollten mehrere Schritte im Vorfeld gegangen werden, um den Kauf nicht schnell zu bereuen. Hier möchten wir Ihnen unter die Arme greifen und Sie bis zum tatsächlichen Kauf von Mobile Devices unterstützen. Mit einem Klick auf die diversen Schritte erhalten Sie zusätzliche Informationen.

Meist hat man Anwendungsbereiche für Mobile Devices, vielleicht auch schon spezielle Projekte im Kopf und es fehlen nur mehr die Geräte.
Sinnvoll ist es, wenn mögliche Einsatzbereiche verschriftlicht werden, Anwendungsszenarien durchdacht und spezielle Tools gesucht und getestet werden. 

Welche Ziele werden mit dem Einsatz von Mobile-Devices verfolgt?
Sollen Kopierkosten gesenkt werden, Schüler das Device als Heftersatz verwenden oder kommt es nur in bestimmten Fächern zum Einsatz?

Die Beantwortung dieser Fragen erleichtert es Ihnen, die Auswahl der Produkte einzuschränken und vorallem auch beim Entschluss, ob das Mobile-Device ständig in Schülerbesitz bleibt oder es vollkommen egal ist, wenn die SchülerInnen jedes Mal ein anderes Gerät in Händen halten.

 

Nun kommt die wichtige Frage nach dem WIE. Wie schon in Schritt 1 kurz angesprochen, sollte man sich nochmals Gedanken über den Einsatz machen: ist das Mobile-Device ein Arbeitsgerät, welches somit in allen Unterrichtsstunden und -fächern zum Einsatz kommen kann, oder wird es nur zur Bearbeitung verschiedener Projekte benötigt? Je nach Antwort stehen folgende unterschiedliche Ansätze zur Verfügung:

  • Klassensätze zum Ausborgen: Die Schule schafft eine gewisse Anzahl von Devices an, welche von der Lehrperson "ausgeborgt" und den SchülerInnen zur Verfügung stellt.
     
  •  1:1 Ansatz: jedes Kind verfügt über ein Tablet (dies kann auch das eigene sein!). Hier muss entschieden werden, ob das Mobile-Device von den Eltern angekauft wird oder ob Schuleigentum auch mit nach Hause genommen werden darf. In die Überlegung muss auch einfließen, ob jedes Kind das selbe Device haben soll/muss.
     
  • Bring Your Own Device (BYOD): Hier bringt jeder selbst sein privates Gerät mit (ohne jegliche Vorgabe) - unterschiedliche Hard- und Software sind hier das Ergebnis.

 

Oft braucht es nur eine Person, um ein Projekt in Gang zu setzen, doch damit dieses dann relativ unproblematisch läuft und die gesteckten Ziele erreicht werden können, braucht es ein Team. Hier gilt es zu klären, 

  • wer übernimmt die Administration (des Kaufes, des gesamten Projektes, ...) 
  • wer kümmert sich um den Support (auch technisch) --> WLAN, Updates, Synchronisation, etc. 
  • wer organisiert Aus-, Fort- und Weiterbildung im / für das Kollegium 
  • wer ist das Bindeglied zu den Eltern 
  •  ...

 

Es muss nicht nur über das Mobile-Device selbst nachgedacht werden, sondern auch über die technische Ausstattung an der Schule selbst. Wird diese zu wenig beachtet, könnte schnell Frust auftreten: die Devices funktionieren einwandfrei, aber im Internet eine Recherche starten funktioniert nicht, da kein WLAN vorhanden oder diese leistungsmäßig zu schwach ist. Die folgenden Punkte sollten durchdacht und gegebenenfalls erneuert oder angeschafft werden:

  • stabile und leistungsstarke Internetverbindung - WLAN --> Verschlüsselung? 
  • Aufbewahrung der Devices inkl. Stromversorgung 
  • Externe Geräte (Kopfhörer, Mäuse, Tastaturen, ...) 
  • Druckeranbindung bzw. Anbindung an das Netzwerk (Datenspeicherung) 
  •  Ist eine kabellose Übertragung zu Beamern gewünscht?-> Der Übertragungsstandard "Miracast" ist auf vielen mobilen Geräten implementiert, aber nicht in jedem!-> Neue Beamer sind teilweise mit Miracastmodulen ausgestattet.-> Miracast-Empfänger können an Beamern nachgefüstet werden (Preis ca. 80€) oft aber nur über eine HDMI Verbindung.     Ist eine HDMI-Schnittstelle am Beamer nicht verfügbar muss mit einem aktiven VGA zu HDMI-Wandler nachgeholfen werden.

Nun die Frage der Fragen: welches Tablet mit welchem Betriebssystem soll angeschafft werden?

Was soll das Device können, was kann es und was kann es nicht? Diese drei Fragen muss man gegenüberstellen und erst am Ende auf das Betriebssystem (Android, iOS, Windows) schauen. Das ist oft leichter gesagt als getan, da jedes dieser drei Betriebssysteme Vorteile wie auch Nachteile hat. Auch ist es nicht möglich, Kaufpräferenzen anzugeben, denn jeder "Fall" beruht auf anderen Voraussetzungen. Doch werden hier kurz positive, wie auch negative Punkte jedes Betriebssystems aufgezeigt:

Android:

+) läuft auf vielen Geräten in verschiedenen Preisklassen

+) über 1.000.000 meist kostenfreie Apps (oft mit Werbeieinschaltungen)

+) leicht zu bedienen

+) Startbildschirm mit Widgets unterschiedlicher Größen frei gestaltbar

-) Updates von Android hängen vom Hersteller des Gerätes ab

-) das Betriebssystem läuft nicht auf jedem Gerät flüssig

 

iOS:

+) stabiles Betriebssystem

+) besonders virenresistent

+) Bedienung sehr intuitiv und somit einfach

+) großer Anzahl von Apps - aber nur wenige kostenfrei

+) Upgrades des Betriebssystems 4 Jahre gratis

-) man ist von Apple Programmen abhängig (iTunes, iCloud, etc)

-) in der Anschaffung teuer

 

Windows:

+) Vollwertiges PC-Betriebssystem (Drucker, Scanner, ... können angeschlossen werden)

+) Eigenschaften von Tablet und Laptop

-) noch kleiner Abb-Bestand (ca. 160.000)

Wenn Sie sich nach all diesen Fragen und Überlegungen doch noch nicht ganz sicher sind, können Sie hier noch in Erfahrungsberichten und Vorgehensweisen schmökern oder sich über die eEducation-Seite (link is external) Informationen zu möglichen Schulpartnerschaften, etc. holen.